Buntspechte und ihre Futterstellen an Bäumen im urbanen Raum

Buntsprecht in Städten

Auch in Städten finden Buntspechte (Dendrocopos major) geeignete Lebensräume. Besonders ältere Bäume, Kiefern oder abgestorbene Äste bieten ihnen wichtige Strukturen zum Nahrungserwerb. Eine typische Beobachtung ist die sogenannte Spechtschmiede – eine natürliche oder vom Specht geschaffene Einkerbung im Holz.

In diese kleinen Spalten klemmt der Buntspecht Zapfen oder andere Nahrung, um sie anschließend mit seinem Schnabel aufzuhacken. Gerade Kiefernzapfen werden häufig genutzt. Durch das Einklemmen kann der Specht die Samen effizient herausarbeiten.

Solche Futterstellen entstehen oft an:

• abgestorbenen oder beschädigten Ästen

• Astgabeln oder Rindenspalten

• Totholzstrukturen im Kronenbereich

Im urbanen Raum sind diese Strukturen besonders wertvoll. Alte Bäume, Habitatbäume oder gezielt belassenes Totholz schaffen wichtige Lebensräume für viele Tierarten – darunter auch den Buntspecht.

Aus Sicht der Baumpflege zeigt sich hier, wie wichtig es ist, natürliche Strukturen im Baum zu erhalten, wenn die Verkehrssicherheit es zulässt. Ein einzelner Ast mit Totholz kann bereits als Nahrungsplatz und ökologische Struktur dienen und trägt zur Artenvielfalt im städtischen Grün bei.